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Bundesweite Unterschriftenaktion |
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Sofort volle Haftpflichtversicherung |
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Freitag, 3.9.2010 |
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TRÄGERKREIS Die Kampagne wird getragen von der Ärzteorganisation IPPNW, der Neuen Richtervereinigung NRV, dem Bund Naturschutz in Bayern und dem BUND.
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AKTUELLES
Schäden von bislang 2 Milliarden Euro
Das sind Peanuts im Vergleich zu den Schäden im Falle einer Atomkatastrophe. Eine Studie der Bundesregierung kam zu dem Ergebnis, dass bei einem schweren Kernschmelzunfall in einem deutschen Atomkraftwerk mit Schäden von bis zu 5500 Milliarden Euro zu rechnen wäre. Das Forum ökologische Sozialwirtschaft errechnete sogar Schäden von mehr als 11.000 Milliarden Euro. Gerade stehen müssen die Atomkraftwerksbetreiber aber für lediglich 2,5 Milliarden Euro. Das heißt, dass die Bevölkerung nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell das volle Risiko eines Atomunfalls trägt. Daher: Jetzt online für eine volle Atom-Haftpflichtversicherung unterschreiben!
Gegen unseren Willen
Gegen den Willen der Bevölkerung plant die Bundesregierung Laufzeitverlängerungen für die veralteten deutschen Atomkraftwerke. Das ist sicherheitstechnisch nicht verantwortbar und energiewirtschaftlich schädlich, weil die Stromnetze dringend "freigemacht" werden müssen für Strom aus erneuerbaren Energien. Doch der Bundesregierung geht es lediglich darum, den finanziellen Interessen der großen Atomkonzerne zu dienen. Energiepolitische Vernunft und verantwortliches Handeln im Interesse der Bevölkerung spielen bei dieser Entscheidung keinerlei Rolle. In den alternden deutschen Atomkraftwerken kommt es regelmäßig zu kleineren Lecks in Rohrleitungen. Das ist ausgesprochen gefährlich, weil so genannte "Kleine Lecks" an der "richtigen Stelle" in einem Atomkraftwerk mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Super-GAU führen. Das sagen übereinstimmend alle offiziellen Risikostudien der deutschen Atomaufsichtsbehörden.
Norbert Blüm Vier ehemalige Bundesminister ![]()
Vier ehemalige Bundesminister ziehen öffentlich ihre Konsequenzen aus der Katastrophe von Tschernobyl. Sie unterstützen die Forderung nach einer vollen Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke. Dr. Norbert Blüm (CDU), langjähriges Kabinettsmitglied der Regierung Kohl unterzeichnete die Forderung auf dem Deutschen Katholikentag. Auf Seiten der SPD sehen Prof. Egon Bahr und Erhard Eppler die Notwendigkeit für eine andere Atompolitik der Bundesregierung. Auch Oskar Lafontaine, einst Bundesfinanzminister und Vorsitzender der SPD, später Vorsitzender der Linke verlangt, dass die Privilegien der Atomindustrie beendet werden.
Jetzt online unterschreiben! Weitere prominente Unterzeichner
Wissenschaft 300 Professor/innen Die Unterschriftenaktion wird bislang von über 300 Professorinnen und Professoren unterstützt. Darunter Prof. Dr. Ulrich Beck, Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, Prof. Dr. E.U. Simonis, Prof. Dr. Wolfgang Däubler, Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter und Prof. Dr. Horst Kuni.
Die Wirtschaft Hoteliers für Atomhaftpflicht Über fünf Dutzend Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem ganzen Bundesgebiet stellen sich hinter die Forderung nach einer vollen Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke. Außerdem unterstützen bereits über 30 Hotels und eine große Hotelkette den Aufruf. Hintergrund: Das in den Immobilien gebundene Vermögen der Hotels wäre nach einem Super-GAU unwiederbringlich verloren.
Gute Medienresonanz Über 80 Presseberichte Allein in den Printmedien gab bereits über 80 Presseberichte zu dieser Unterschriftenaktion. Hinzu kommen zahlreiche Berichte und Interviews in Radiosendern und einige TV-Berichte.
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DER AUFRUF Wer trägt das Risiko eines Atomunfalls? Sie! Bei einem Atomunfall ist Ihre Gesundheit in höchstem Maße gefährdet. Weil die Betreibergesellschaften absolut unzureichend gegen eine Atomkatastrophe versichert sind, tragen Sie als Bürger dieses Landes auch das volle wirtschaftliche Risiko für alle Folgeschäden selbst: - Verstrahlung und Verlust von Hab und Gut, von Ihrer Wohnung, von Haus- und Grundbesitz - Untergang von Betrieben, Verlust Ihres Arbeitsplatzes - Ganze Regionen werden unbewohnbar Der Gesetzgeber verlangt für den Fall einer Katastrophe in einem Atomkraftwerk lediglich eine Schadensdeckung bis zu 2,5 Milliarden Euro. Aber dieser Betrag deckt weniger als 0,1% der möglichen Sach- und Vermögensschäden ab. Die Betreiber sind also gegen einen Großschaden total unterversichert und gehen im Fall einer Atomkatastrophe sofort in Konkurs. Das volle Risiko eines Atomunfalls tragen Sie, nicht der Betreiber des Atomkraftwerks! Dass Menschen und deutsche Spitzentechnologie versagen können, hat u.a. die ICE-Katastrophe von Eschede gezeigt. Für jedes Auto und jeden Betrieb müssen mögliche Sach- und Personenschäden durch eine Haftpflichtversicherung voll abgedeckt werden. Warum gilt das nicht für Atomkraftwerke? Wie groß das Risiko tatsächlich ist, weiß man seit der Tschernobyl-Katastrophe: Die Fläche dauerhafter Evakuierung kann 10.000 km2 groß sein und mehr als 200 km weit reichen. Bei der dichten Besiedlung unseres Landes sind dann mehrere Millionen Bürger betroffen; sogar die notwendige ärztliche Versorgung wäre ungewiß. Deshalb richten wir an den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung die Forderung, unverzüglich als Risikovorsorge für den Betrieb von Atomkraftwerken eine Betriebshaftpflichtversicherung mit unbegrenzter Deckung für alle Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden vorzuschreiben.
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